Wie du Einsamkeitsgefühle annehmen und lindern kannst



Von Einsamkeit zu Verbundenheit


Einsamkeit kann sich schrecklich anfühlen, wenn wir mitten drin stecken. Auch wenn unser Kopf vielleicht sagt: „Das ist nur ein Gefühl, morgen ist schon alles anders“. Einsamkeit bleibt manchmal einfach bei uns wie ein ungebetener Gast und macht das Herz schwer oder die Gedanken etwas dunkler. Oft kommt sie scheinbar ohne Grund und verschwindet dann auch wieder.


Einsamkeit auch ein Gefühl mit dem wir paradoxerweise nicht alleine sind. Fast jeder kennt das Gefühl hin und wieder und alleine das Wissen darüber, dass wir es als Menschen teilen kann tröstlich sein.


Darüber hinaus ist Meditation einer der besten Wege, Einsamkeitsgefühle nicht nur zu beenden, sondern sogar an ihnen zu wachsen.


Meditieren bringt uns erst einmal in tiefen Kontakt mit uns selbst. Das ist die beste Voraussetzung um sich auch wieder anderen nahe zu fühlen. Meditieren an sich ist eine Technik für Verbundenheit – mit sich selbst, mit anderen, mit dem Universum. Deshalb ist es auch nicht mal wichtig, welche Technik Du wählst, wenn Du Dich einsam fühlst, sondern viel mehr, dass Du auf irgendeine Art nach innen schaust und fühlst. Trotzdem gibt es ein paar Wege, die bei Einsamkeitsgefühlen besonders gut tun. In vielen Traditionen wie auch im Yoga wird zum Beispiel das Herzzentrum sowohl als Tor zur Verbindung mit sich selbst als auch zu anderen beschrieben. Was ich außerdem noch besonders wichtig finde ist, Beginn der Meditation die Einsamkeitsgefühle wirklich auch anzuerkennen. Zu oft wollen wir sie einfach schnell weg haben. Dabei können bewusst angenommene Einsamkeitsgefühle zu echter, innerer Stärke verhelfen. Wenn dann nach ein paar Stunden oder Tagen die Einsamkeit wieder weiterzieht und alles wieder leichter und heller wird, dann bleibt als Geschenk diese Stärke und das Wissen, dass man diese aus sich selbst heraus schöpfen kann.


Wie Du mit Einsamkeit meditierst:


Suche Dir einen besonders schönen Platz für die Meditation. Vielleicht kannst Du auch eine Weile aus dem Fenster den Himmel anschauen bevor Du startest.


Dann schließe die Augen.


Werde Dir der Einsamkeit bewusst, die Du gerade empfindest.


Kannst Du sie fühlen? Wo im Körper spürst Du sie besonders?


Mach Dir bewusst, dass Du dieses Gefühl in genau diesem Moment mit anderen Menschen auf der Welt teilst.


Lege eine Hand auf Dein Herz.


Nimm einen tiefen Atemzug und lade dein Einsamkeitsgefühl ein, in Dein Herz zu kommen. Du kannst Dir vorstellen, dass dieses Gefühl wie ein Wesen ist, das jetzt Trost in Deinem Herzen findet.


Nach einer Weile stell Dir vor, Du nimmst von Deinem Herzen aus Kontakt auf zu allem, was in dieser Welt existiert und darüber hinaus: Pflanzen, Tiere, der Himmel, die Sterne, die Erde, andere Menschen …


Es reicht, dass Du Dir einfach bewusst machst, dass all das Dich umgibt.


Bleib damit eine Weile, atme dann bewusst ein paar Mal ein und aus und komme zurück Du Deinem eigenen Herz, Deinem Herzzentrum.


Wenn Du langsam wieder die Augen öffnest, schau eine Weile auf etwas, mit dem Du gerade innerlich Kontakt aufgenommen hast. Vielleicht wieder der Himmel oder eine Pflanze. Dann löse Dich auch davon wieder und komme wieder ganz in deinem Tag an.